Wenn Standardlösungen an ihre Grenzen stoßen, sind innovative Sonderkonstruktionen gefragt. Genau mit solchen Herausforderungen beschäftigt wir uns und sind vom Fraunhofer IWES im Rahmen des Forschungsvorhabens PREPARE beauftragt worden uns mit der Entwicklung einer mobilen Laserlösung inklusive flexibler Strahlführung für großformatige Bauteile auseinanderzusetzen.
Das Besondere an dieser Lösung: Der CO₂-Laser, der normalerweise ausschließlich in einem starren Verbund betrieben werden kann, wird durch einen flexibel gelagerten Strahlarm zu einem „Pseudo-Faser-Laser“. Dadurch entsteht eine hochpräzise und gleichzeitig mobile Lösung mit einer Genauigkeit von ±0,25 mm – ideal für anspruchsvolle Anwendungen im Großanlagen- und Sondermaschinenbau.
Der mobile Schlitten erreicht Verfahrgeschwindigkeiten von 1 bis 10 m/min bei einer Beschleunigung von über 0,5 m/min und kann dabei Lasten von bis zu 600 kg sicher bewegen. Der nahezu mittig platzierte Laser sorgt für eine optimale Gewichtsverteilung auf dem Schlitten.
Für maximale Funktionalität wurde an beiden Enden des Wagens jeweils ein Galgen integriert. Über den hinteren Galgen werden Kühlwasser, Stromversorgung und weitere Medien sicher zu den Komponenten auf dem Schlitten geführt. Der vordere Galgen trägt den beweglichen Strahlarm, der nicht starr ausgeführt ist und sich flexibel an unterschiedliche Bauteilhöhen anpassen kann. Unterstützt durch einen Federzug bleibt die Strahlführung auch während dynamischer Bewegungen präzise und beweglich.
Mit dieser Sonderlösung schaffen wir neue Möglichkeiten für den flexiblen Einsatz von CO₂-Lasersystemen – überall dort, wo Präzision, Mobilität und innovative Technik gefragt sind.


